Nahrungsergänzungsmittel von A-Z: Alles mit Z


Zink

Zink ist ein essentieller Mineralstoff, dessen Hauptaufgabe im menschlichen Körper darin besteht, Enzyme zu stabilisieren und zu aktivieren. Dadurch ist es am Transport von Kohlendioxid beteiligt, an der Wundheilung und an der Stabilisierung von Zellmembranen. Darüber hinaus benötigt der Körper Zink, um die Immunabwehr aufrecht zu erhalten und Insulin in der Bauchspeicheldrüse zu speichern.

Vorkommen

In nennenswerten Mengen ist Zink in Getreide, Hülsenfrüchten und zahlreichen tierischen Lebensmitteln enthalten. Gute Zinkquellen sind zum Beispiel:

  • Austern: bis zu 160 Milligramm/100 Gramm
  • Edamer: 11 Milligramm/100 Gramm
  • Kalbsleber: 8,4 Milligramm/100 Gramm
  • Haferflocken: 7,7 Milligramm/100  Gramm
  • Rinderfilet: 5,7 Milligramm/100 Gramm
  • Erdnüsse: 3,4 Milligramm/100 Gramm

Der menschliche Körper kann Zink aus tierischen Lebensmitteln besser aufnehmen als Zink aus pflanzlichen.

www.shutterstock.com, Shutterstock Inc., New York, USA
Als Zinkquelle kaum zu toppen: Austern. Als "Gourmet-Austern" werden sie in Europa meist roh verzerrt, in Asien hingegen überwiegend warm serviert (Wikipedia).

Bedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt als Richtwert für die tägliche Zink-Zufuhr:

  • Jungen und Männer (10 Jahre und älter): 9-10 Milligramm/Tag
  • Mädchen und Frauen (10 Jahre und älter): 7 Milligramm/Tag
  • Kinder (7-10 Jahre): 7 Milligramm/Tag
  • Kinder (1-7 Jahre): 3-5 Milligramm/Tag
  • Säuglinge (0-12 Monate): 1-2 Milligramm/Tag

Während Schwangerschaft und Stillzeit ist der Zinkbedarf erhöht. Schwangere sollten ab dem 4. Schwangerschaftsmonat 10 Milligramm/Tag zu sich nehmen, Stillende 11 Milligramm/Tag.
Die durchschnittliche Zinkzufuhr in Deutschland ist gut. Sie entspricht etwa den Zufuhrempfehlungen.

Mangelerscheinungen

Ein Zinkmangel äußert sich durch Hautentzündungen, verminderte Wundheilung, Infektanfälligkeit, Appetitlosigkeit und einer gestörten Glukosetoleranz. Bei Kindern drohen Wachstumsstörungen.

  • Bei Gesunden kommt ein Zinkmangel allenfalls durch eine unausgewogene Ernährung vor.
  • Ein chronischer Zinkmangel droht bei Nierenfunktionsstörungen oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, bei denen die Aufnahmefähigkeit von Nährstoffen vermindert ist.
  • Weiter wurden unter Dialyse-Patienten Fälle von Zinkmangel beobachtet.
  • Selten ist eine angeborene Störung des Transportsystems für Zink als Ursache für Zinkmangel zu beobachten. Diese als Acrodermatitis enteropathica bezeichnete Erkrankung führt zu schweren Hautentzündungen sowie Durchfall und Übelkeit.

Zink als Nahrungsergänzungsmittel

Zinkhaltige Nahrungsergänzungsmittel eignen sich für alle Menschen, die Anzeichen eines Zinkmangels aufweisen. Über Dosierung und Dauer der Einnahme berät der Arzt oder Apotheker.

Überversorgung

Starke Überdosierungen von Zink-Präparaten verursachen Vergiftungserscheinungen mit Verdauungsstörungen, Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen.


Autor: Sandra Göbel

Besuchen Sie uns auch bei

Unsere aktuellen Angebote

Allergie? Juckt mich nicht! Unsere Angebote bieten Hilfe bei Heuschnupfen & Co.

Angebote anzeigen

Neues aus Ihrer Bahnhof-Apotheke

Jetzt vorbestellen und abholen per App, Tel. oder Warenkorb! Wenn Sie nicht kommen können, hilft unser Botendienst.
 

Mehr erfahren

Neues aus Ihrer Bahnhof-Apotheke


Desinfektionsmittel aus eigener Herstellung

Rezeptur gemäß WHO-Empfehlung

Auch Alternativen für empfindliche Haut verfügbar.

Mehr erfahren

News

Macht Fernsehen dumm?
Macht Fernsehen dumm?

Gefahr für Über-50-Jährige

Fernsehen ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch hoher TV-Konsum wird immer wieder kritisch beäugt. Zu Recht, denn zu viel Fernsehen schadet dem Gehirn, zumindest gilt das für Menschen über 50 Jahren.   mehr

Hitze verändert Medikamentenwirkung
Hitze verändert Medikamentenwirkung

Verstärkte Effekte, weniger Durst

Nicht nur die Hitze selbst macht chronisch Kranken verstärkt zu schaffen. Hohe Temperaturen können auch die Wirkung von eingenommen Medikamenten verändern oder verstärkt Nebenwirkungen auslösen. Doch welche Arzneistoffe sind in den heißen Tagen besonders gefährlich?   mehr

Nahrungsergänzung im Blick: Vitamin D
Nahrungsergänzung im Blick: Vitamin D

Sinn oder Unsinn?

Der Sommer steht vor der Tür – ideale Voraussetzungen also, um die Vitamin D-Speicher des Körpers zu füllen. Denn die Sonne hilft dem Körper, das Vitamin selbst herzustellen.  Wer sich darauf nicht verlassen will, hilft mit Nahrungsergänzungsmitteln nach. Doch ist das überhaupt notwendig?   mehr

Coronagefahr aus der Toilette?
Coronagefahr aus der Toilette?

Belastete Lüfte

Wo sich Menschenmengen sammeln, ist das Risiko einer Corona-Ansteckung erhöht. Doch jetzt wurde ein neues, eher einsames Risikogebiet identifiziert: Offenbar kann man sich auch auf dem stillen Örtchen das Virus einfangen.   mehr

Was tun bei einem Behandlungsfehler?
Was tun bei einem Behandlungsfehler?

Falsche Diagnose, falsche Therapie

Ärzte sind auch nur Menschen — und machen Fehler. Doch was ist zu tun, wenn ein Patient den Verdacht hat, falsch behandelt worden zu sein? Lesen Sie, wie und wo Betroffene im Falle eines möglichen Behandlungsfehlers Hilfe bekommen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Bahnhof-Apotheke
Inhaberin Sigrid Kölling
Telefon 04761/9 77 60
E-Mail bahnhof.apotheke.brv@gmail.com